Quellen
- https://www.dvgw.de
- https://www.dvfg.de
- https://ec.europa.eu/energy
- https://eafo.eu
- https://www.adac.de
Der durchschnittliche Autogaspreis (LPG) in Deutschland liegt im April 2026 bei etwa 1,10–1,22 €/Liter, mit deutlichen Unterschieden je nach Anbieter, Tankstelle und Region; der Trend des letzten Jahrzehnts zeigt Spitzen im Jahr 2022 und eine allmähliche Erholung in 2025–2026. Die Preise variieren nach Marke (Aral, Shell, Q1, unabhängige Stationen) und Standorttyp (Autobahn, Stadt, ländlich): Autobahn- und Flughafenstationen erheben häufig einen Aufschlag von 10–20 Cent pro Liter gegenüber dem städtischen Durchschnitt; große Ketten zeigen in der Regel stabilere Preise als unabhängige Betreiber.
In den jüngsten wöchentlichen Erhebungen schwankt der gemeldete nationale Durchschnitt zwischen 1,10 €/l und 1,23 €/l, abhängig von Quelle und Stichprobe der Stationen.
Die wöchentliche historische Reihe des LPG-Preises in Deutschland verzeichnete ein Minimum im Jahr 2016 (~0,48 €/l) und Spitzen in 2022–2023; seit 2024 hat sich die Kurve stabilisiert, und 2025–2026 ist ein leichter Anstieg zu beobachten, der mit der Volatilität des Energiemarktes und logistischen Kosten zusammenhängt. Offizielle Daten bestätigen die Erholung seit 2023.
Analysten gehen davon aus, dass LPG, sofern kein geopolitischer Schock eintritt, seinen Preisvorteil gegenüber Benzin in 2026–2027 behalten wird, obwohl die Lücke schrumpfen könnte, wenn Energiesteuern steigen oder Beschaffungskosten zunehmen. Diese Prognose hängt von der Entwicklung des Ölpreises und fiskalischen Entscheidungen ab.
In Deutschland konzentrieren sich Fördermaßnahmen hauptsächlich auf die Elektrifizierung, es gibt jedoch nationale und lokale Maßnahmen, die alternative Kraftstoffe betreffen: Infrastrukturförderprogramme, temporäre Steuererleichterungen und Subventionen für gewerbliche Flotten; das European Alternative Fuels Observatory dokumentiert die geltenden Anreize und jüngste Änderungen (2025–2026). Direkte Zuschüsse für LPG-Fahrzeuge sind im Vergleich zur Förderung von BEV begrenzt, es gibt jedoch punktuelle steuerliche Vorteile für bestimmte Flotten und kommunale Projekte.
Infrastrukturseitig verfügt Deutschland über ein großes Netz von LPG-Stationen (mehrere tausend Standorte) mit höherer Dichte in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden‑Württemberg; jüngste Projekte kombinieren LPG-Stationen mit Ladepunkten, um multimodale Hubs zu schaffen. Der Bestand an LPG-Pkw stabilisiert sich oder geht leicht zurück, während die Nutzung in Nutzfahrzeugen und der Landwirtschaft weiterhin relevant ist. Die politische Debatte priorisiert die Elektrifizierung, erkennt aber an, dass LPG in ländlichen Gebieten und für spezifische Anwendungen eine Übergangsrolle spielen kann.
Wenn Ihre Priorität sofortige Einsparungen ist, bleibt LPG wettbewerbsfähig; bei Kauf oder Umrüstung vergleichen Sie lokale Preise, berechnen Sie die Amortisation der Anlage und beobachten Sie angekündigte steuerliche Änderungen.